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Working-Out-Loud und die neuen Erfolgsteams

8. Mai 2018 - Allgemein
Working-Out-Loud und die neuen Erfolgsteams

Bosch und andere Unternehmen in Deutschland machen es bereits. WCL oder Working-Out-Loud. Ein neuer Weg sich selbst zu fördern und dem Unternehmen eine bessere Wissenbasis zu schaffen. Hinter der Idee steckt der Amerikaner John Stepper, der in einem Blog namens „When we will start to work out loud? Soon!“ den Gedanken des Wissens Teilens auf den Punkt gebracht hat. Wissen ist kein individuelles Ding, sondern gehört geteilt. Und das wiederum kann Synergien mit Wissen von anderen erschaffen.  Damit das funktioniert braucht es Netzwerke. Aber nicht offene lose wie Facebook, sondern bedeutungsvolle Netzwerke.

Das WOL Erfolgsteam

Wir haben das unter dem Begriff Erfolgsteams zusammengebracht, die sich gegenseitig fördern. In Unternehmen können das gut bereichsübergreifende Teams sein. Wichtig ist die Absicht sich von alten Mustern zu lösen und erfolgreichere Muster zu erschaffen. Damit unterstützt man sich gegenseitig und erzeugt eine höhere Reichweiter der eigenen Ideen. Denn Erfahrungen werden in Beziehungen gespeichert. Neue Verbindungen bringen die Möglichkeit Dinge anders zu machen. Vernetzen vor Aktivität – Soziales vor Verkauf. Und zwar zum einen regelmäßig einmal wöchentlich eine Stunde, wie es Bosch macht und dazu ein Netzwerk in dem man sich gemeinsam auch digital austauschen und unterstützen kann.

“Working Out Loud allows us to promote digital collaboration and advance our culture of learning and working, thereby enhancing our innovative strength.”
Christoph Kübel, member of the board of management and director of industrial relations at Robert Bosch GmbH

Für den Mitarbeiter ist es wie eine „Challenge“ – eine eigene Herausforderung – die er mit einer Gruppe von 4-5 Menschen angehen möchte. Um eine Gruppe zu starten, stellt man sich folgende Fragen:

Beziehung ist der Fokus, denn mit dem Circle oder Erfolgsteam steht und wächst die Veränderung. Gleichzeitig beginnt auch ein intensiverer Austausch miteinander der im Endeffekt dazu führen wird, das der Mitarbeiter mit seinem Thema sichtbar wirst und so eine Bereicherung für das Wissen des Unternehmens wird.  Gleichzeitig stärkt die Beziehung das Miteinander und damit den Mitarbeiter selbst. Er wird selbstbewusster und hat mehr Vertrauen in sich, da er durch das ständige Feedback gewachsen ist.

Die Circles des WOL

Damit Entwickung in den Circles funktioniert, braucht Werte und Abläufe. John Steller hat folgendes Schritte für die wöchentlichen Treffen definiert:

Aus diesen Abschnitten wird klar, dass es um einzelne Themen geht. Man verfeinert immer weiter und nutzt sein Erfolgsteam (Circle) dazu,  besser zu werden.

WOL als Selbstständiger

Hier ist der Vorgang ein wenig anders. Man setzt erst ein Ziel und definiert dann die Menschen, die einem helfen  könnten oder die für das Ziel relevant wären. Der dritte Schritt ist es Kontakt aufzubauen und im Laufe der Zeit diese Menschen zu verlässlichen Partner zu machen. Was nur geht, wenn an selbst so ein Partner ist. Es ist langsames aber stetiges dranbleiben. Wenn Sie einen Geldgeber in Ihrer Gruppe haben wollen, dann braucht es Interesse und einen stabilen Kontakt, damit der überhaupt auf Sie aufmerksam wird. Das Buch „Working Out Loud“ bietet dazu eine Menge an Übungen und Vorgehensweisen. Es lohnt sich gute Kontakte aufzubauen.

 

Links zum Thema Working-Out-Loud

Working Out Loud – official website

TEDx talk: John Stepper – Working Out Loud

Interview with Bosch Director of Industrial Relations Christoph Kübel on WOL

How we organize Working Out Loud at Bosch

Video – WOL Conference at Bosch

Bosch invests in the workplace of the future

German Social Collaboration Study 2017

High Resolution Leadership Study